Probleme

Die Buslinie 210 und die anderen Buslinien im Raum Ottobrunn/Neubiberg besitzen eine Reihe von Problemen, von denen einige schon gelöst werden konnten. Die folgenden Probleme warten immer noch auf eine Lösung:

Betroffene Linien Problem Zuständig Lösungstermin
210, 213, 214, 222, 241 Wartehäuschen Lilienthalstraße Gem. Taufkirchen 16.12.2014
210, 214 Wartehäuschen Röntgenstraße Gem. Ottobrunn offen
210 Ungünstig gelegene Halteposition in Neuperlach Süd MVG offen
210 20 Minuten-Takt am Sonntag LK München, Gem. Ottobrunn, MVV offen
210 Busbeschleunigung viele Stellen offen
210, 212, 222, 229 Ausbau der Carl-Wery-Straße Stadt München offen
210 u.a. Echtzeitdatensystem ISE MVV offen
210 u.a. Anschlußsicherung MVV offen
210 Wartezeitanzeige MVV, Gem. Ottobrunn offen
210, 213, 214, 222, 241 Name der Haltestelle Taufkirchen, Lilienthalstraße MVV, Gem. Taufkirchen, Gem. Ottobrunn offen
210, 213, 214, 222, 241 Fahrradabstellmöglichkeit Lilienthalstraße Gem. Taufkirchen, Gem. Ottobrunn offen
213 Kennzeichnung als Expreß-Buslinie X213 MVV offen
213 Halt am Karl-Preis-Platz MVV offen
213 Beschleunigung am Ende der A8 Stadt München, Autobahndirektion offen
213 Keine Ampelvorrangschaltung in München Stadt München, MVV, MVG offen
213 Ausreichend Sitzplätze MVV offen
222 Haltestelle Finsinger Feld Straßenbauamt, Gem. Ottobrunn offen
alle Toiletten für Fahrer versch. Stellen offen

Die Reihenfolge der Einträge in der Liste stellt keine Wertung dar.

Wartehäuschen Lilienthalstraße

An der Endhaltestelle Lilienthalstraße gibt es bislang keine Wartehäuschen für die Fahrgäste. Sie müssen in Regen oder Schnee auf den Bus warten. Der Aufbau von Wartehäuschen erfolgte am 16. Dezember 2014.

Wartehäuschen Röntgenstraße

An der Haltestelle Röntgenstraße gibt es bislang in beiden Fahrtrichtungen keine Wartehäuschen für die Fahrgäste. Sie müssen in Regen oder Schnee auf den Bus warten.

Ungünstig gelegene Halteposition in Neuperlach Süd

Zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember ändert die MVG die Haltepositionen der Buslinien an der U-Bahn-Station Neuperlach Süd. Die meisten Buslinien in Richtung Neubiberg und Ottobrunn fahren dann an der Nord- und der Ostseite des Bahnhofs ab. Nur die Buslinie 210 erhält eine Halteposition an der Südwestecke. Diese liegt zwar im Vergleich zur bisherigen Halteposition unter der Brücke an der Carl-Wery-Straße näher an den Zugängen zu den Bahnsteigen, besitzt aber ansonsten nur Nachteile. Die neue Halteposition der Linie 210 liegt direkt am wichtigsten Eingang zu U-Bahn-Station, der bereits jetzt durch die angrenzenden Läden eine Engstelle bildet. Die Fahrgäste finden dort auch keinerlei Sitzgelegenheiten. Ein weiterer erheblicher Mangel ist die räumliche Trennung von den Haltepositionen der anderen Buße in Richtung Ottobrunn/Neubiberg. Diese änderung ist durch die MVG ohne Rücksprache mit den Gemeinden Ottobrunn und Neubiberg erfolgt. Hier muß die MVG dringend eine fahrgastfreundlichere Lösung finden.

Situation vor dem Fahrplanwechsel

Die Abfahrtßtelle der Linie 210 in Neuperlach Süd liegt sehr ungünstig. Der Haltestellen-Plan des MVV zeigt die Lage der Abfahrtßtellen der Buße in Neuperlach Süd. Die Position 3 der Linie 210 liegt im Unterschied zum Plan in der Wirklichkeit allerdings direkt unter der dem Bahnsteig von U- und S-Bahn.

Die Verteilung der Abfahrtstellen sollte gemäß dem Verkehrsaufkommen und dem Takt bzw. der durchschnittlichen Wartezeit der Fahrgäste neu geregelt werden. Die Linie 210 sollte an den Positionen 7 oder 8 abfahren. Dort können die Fahrgäste innerhalb der Station warten, sie sind leichter anzufahren, der Weg ist kürzer und die Busfahrer können leichter erkennen, ob noch Fahrgäste kommen.

Ausbau der Carl-Wery-Straße

In den Hauptverkehrszeiten kommt es regelmäßig zu Staus auf der Carl-Wery-Straße, die unzureichend ausgebaut ist. Zur Beschleunigung des Verkehrs wird insbesondere an der Einmündung der Rotkäppchenstraße eine Linksabbiegespur benötigt. Der Unfall vom 06.12.2004 zeigt, wie gefährlich gerade diese Kreuzung ist. Deshalb sollte der Ausbau der Carl-Wery-Straße zwischen der Zwergerstraße und der Therese-Giehse-Allee unabhängig vom Bau der Südanbindung Perlach bereits vor diesem erfolgen.

Echtzeitdatensystem auch für die Linie 210

Der MVV hat in einer Pressemitteilung am 13. November 2014 mitgeteilt, daß im Jahr 2015 ein System zur Erfassung der Echtzeitdaten (ISE) im Busverkehr getestet und eingeführt werden soll. Leider soll dabei die Buslinie 210 nicht berücksichtigt werden. Aber gerade bei einer Premium-Buslinie gehört die umfaßende Information der Fahrgäste über die aktuelle Verkehrslage zu den wichtigsten Merkmalen. Daher sollte gerade die Buslinie 210 bevorzugt mit dem Echtzeitdatensystem ausgestattet werden.

Anschlußsicherung

Die meisten Fahrgäste steigen in Neuperlach Süd von der S- oder U-Bahn in die Linie 210 um. Derzeit erfolgt keine Anschlußsicherung mehr, so daß der Bus nicht auf verspätete Züge wartet. Das gelbe Signallicht der früheren Anschlußsicherung ist an der Uhr noch zu erkennen. Die ideale Lösung stellt ein Rechnergesteuertes Betriebsleitsystem (RBL) wie z.B. ISE dar, mit dem der Betrieb der Busse überwacht und mit diesem direkt kommuniziert werden kann.

Fahrradabstellmöglichkeit Lilienthalstraße

Eine von der Agenda 21 vorgeschlagene überdachte Abstellmöglichkeit für Fahrräder konnte bislang noch nicht realisiert werden. Der Wunsch ist, daß auch hier noch ein Weg zur Umsetzung von den betroffenen Gemeinden und Firmen gefunden wird.

Name der Haltestelle Taufkirchen, Lilienthalstraße

Der Name der Haltestelle "Taufkirchen, Lilienthalstraße" ist inzwischen doppelt irreführend: Zwar liegt die Haltestelle tatsächlich auf dem Gemeindegebiet von Taufkirchen, aber kilometerweit von deren Ortsmitte entfernt. Dafür sind es nach Ottobrunn nur ein paar Meter. An der Lilienthalstraße liegt die Haltestelle seit einiger Zeit auch nicht mehr, da die Straße in "Magistrale" umbenannt wurde. Hier sollte ein neuer Name gefunden werden, der verhindert, daß sich immer wieder Fahrgäste auf dem Weg nach Taufkirchen verfahren, und das Umfeld treffend beschreibt. "Ludwig-Bölkow-Campus" wäre eine Möglichkeit dazu.

20 Minuten-Takt auf der Buslinie 210 am Sonntag

Für den neu eingeführten 30 Minuten-Takt am Sonntag auf der Buslinie 210 werden 2 Busse benötigt. Mit diesen 2 Bussen kann aber auch ein 20 Minuten-Takt wie am Samstag gefahren werden. Dieser kann mit geringen zusätzlichen Kosten realisiert werden. Hier wird die intensive Nutzung der Buslinie 210 hoffentlich den Landkreis überzeugen, das Angebot weiter zu verbessern.

Beschleunigung der Buslinie 210

Das Fahrplanangebot der Buslinie ist nun sicherlich Premium. Leider fehlen noch einige wichtige Merkmale einer Premium-Buslinie. Insbesondere die fehlende Beschleunigung der Buslinie 210 führt in der Hauptverkehrszeit häufig dazu, daß die Busse im Stau stehen und sich so Verspätungen ergeben. Eine eingehende Untersuchung der Beschleunigungsmöglichkeiten wäre ein erster Schritt, Busspuren und Ampelvorrangschaltungen möglicherweise die Lösung.

Abfahrtszeiten in Neuperlach Süd

Bei einigen neuen Buslinien, wie z.B. der Linie 229, sind die Abfahrtszeiten in Neuperlach Süd nicht optimal auf die Fahrzeiten der S-Bahn S7 abgestimmt. Hier haben bereits erste Beschwerden von Fahrgästen die Agenda 21 erreicht. Eine Nachbesserung aufgrund der Betriebserfahrungen im nächsten Jahr erscheint wünschenswert.

Kennzeichnung als Expreß-Buslinie X213

Die Buslinie 213 stellt eine schnelle Verbindung zwischen dem Ostbahnhof und dem Ludwig-Bölkow-Campus in Ottobrunn/Taufkirchen dar. Da sie mit nur wenigen Haltestellen und direkt über die Autobahn A8 verkehrt, kann sie zu Recht als Expressbuslinie bezeichnet werden. Leider ist dies nicht an der Liniennummer erkenntlich. Diese sollte daher besser X213 lauten.
Bisher gibt es im MVV bereits die Express-Buslinien X30 (ähnlich Metrobus, betrieben von MVG) und X400 (private Linie nicht im MVV-Tarif). Derzeit schreibt der MVV eine Express-Linie X948 in den Landkreisen STA und FFB aus.
Der Umstellungsaufwand (Neubeschriftung der Haltestellen, Änderung von einmaligen Druckmaterialien (Fahrpläne werden sowieso jedes Jahr neu gedruckt), Änderung in den IT-Systemen) sollte sich entweder in Grenzen halten oder ist ja gerade der Kern einer (kleinen) Marketing-Kampagne. Aufhänger für diese könnte die Einführung eines Haltes am Karl-Preis-Platz sein.

Halt am Karl-Preis-Platz

Die wichtigste Verbesserung für die Linie 213 ist die Einrichtung einer Haltestelle am Karl-Preis-Platz. Dadurch würde die Verknüpfung mit der Münchner U-Bahn (Linien U2, U7) erheblich verbessert. Zur Beschleunigung des Haltes und zur Vermeidung der Übernahme von MVG-Fahrgästen in der Verbindung Karl-Preis-Platz - Ostbahnhof könnte der Halt in Richtung Ostbahnhof nur zum Ausstieg und in Fahrtrichtung Ottobrunn nur zum Einstieg erfolgen.

Beschleunigung am Ende der A8

Durch die Einrichtung einer Busspur am Ende der A8 können die Fahrzeiten im Berufsverkehr beschleunigt und verlässlicher werden. Der Bus kann die i. d. R. staufreie Linksabbiegerspur nutzen, um dann auf die eingezeichnete Busspur zu gelangen. Wenn keine Fahrzeuge mehr Richtung Innenstadt fahren (Rotphase für die A8) kann der Bus auf die Rosenheimer Straße einfahren. Dies erlaubt dem Bus den Stau am Autobahnende zu umfahren.

Haltestelle Finsinger Feld

Mit der Buslinie 222 wird in der HVZ erstmals die Nordwestumgebung von Ottobrunn befahren. Zur Erschließung des Gewerbegebietes am Finsinger Feld ist die Einrichtung einer Haltestelle dort sinnvoll. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse und der Lage der Staatsstraße konnte eine Haltestelle bislang nicht eingerichtet werden.

Toiletten für Fahrer

Nur in Neuperlach Süd gibt es bislang Toiletten für die Busfahrer. Eine Tolette sollte aber bei jeder Buslinie an mindestens einer Endhaltestelle erreichbar sein. Vorrangig ist hier die Ausstattung der Haltestelle Taufkirchen, Lilienthalstraße, da dort mehrere Buslinien enden (210, 213) bzw. die Haltestelle in der Wendezeit erreicht werden kann (229).


Dr. Thomas Diessel, 05.01.2015

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